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Wir bringen Gottes Liebe an Orte der Hoffnungslosigkeit und ermöglichen Opfern von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung einen Neuanfang.

Warum der Name Kainos?

„Kainos“ [καινός] ist ein griechisches Wort und bedeutet „völlig neu“. Es spiegelt unsere Hoffnung und Vision für Frauen in der Prostitution wider: dass sie mit Vertrauen, Hoffnung und dem Glauben an den lebendigen Gott mutig in ein neues Leben starten können.

Durch Streetwork in Kaiserslautern und Stuttgart begegnen wir den Frauen dort, wo sie sind, und bieten Fürsorge, Unterstützung und eine Botschaft der Hoffnung. Wir gehen den Weg gemeinsam mit ihnen, während sie ihre ersten Schritte in Richtung Freiheit und Neuanfang machen.

Deutschland ist ein internationaler Hotspot der Sexindustrie. Laut dem Global Slavery Index leben derzeit 150.000 Menschen in Deutschland in Zwangsprostitution und sexueller Ausbeutung. Wir sind überzeugt, dass dieses Unrecht beendet werden muss und jede einzelne Person die Chance verdient, ein Leben in Freiheit zu führen. In Gottes Augen ist jeder Mensch unendlich wertvoll.

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Prävention

Eine wirkliche Veränderung der Situation ist nur möglich, wenn viele Menschen aufstehen und sich für ein Ende des Menschenhandels und die Betroffen der Zwangsprostitution einsetzen. Deshalb informieren wir durch Vorträge in Gottesdiensten und verschiedenen Gruppen über die Hintergründe und das Ausmaß dieser Missstände.

Außerdem klären wir in Schulklassen über die Loverboy-Methode auf und sensibilisieren Jugendliche für die Gefahren des Menschenhandels und des Internets.

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Aufsuchende Arbeit

Wir begegnen den Betroffenen der sexuellen Ausbeutung mit unseren Streetwork-Teams in Stuttgart und Kaiserslautern und Umgebung an den Brennpunkten der Sexindustrie. Durch unsere regelmäßigen Bordellbesuche bauen wir Beziehungen und Vertrauen auf. Die meisten Frauen sind unfreiwillig in die Prostitution geraten, müssen dort Tag für Tag unter erniedrigenden Umständen arbeiten, sind verzweifelt und sehen für sich keine Hoffnung auf ein besseres Leben. Wir begegnen den Frauen mit Mitgefühl und Wertschätzung, vermitteln Hoffnung und zeigen Perspektiven für ein neues Leben in Freiheit auf und unterstützen mit dem was die Frauen brauchen. Zum Beispiel helfen wir beim Beantragen von Sozialleistungen, bieten Deutschkurse an oder vermitteln und begleiten zu Ärzten oder Ämtern usw.

Seit der Corona-Pandemie ist eine deutliche Verlagerung der Prostitution ins Internet zu beobachten. Deswegen führen wir regelmäßigen Online Outreaches durch und bieten den Frauen online und über die sozialen Medien Unterstützung an. Dies gibt uns die Möglichkeit auch mit den Frauen in Kontakt zu kommen, die vermehrt in Privatwohnungen bzw. illegal in der Prostitution arbeiten und nicht in den offiziellen Bordellen zu finden sind. 

Wir zeigen den Frauen Wege zum Ausstieg aus der Prostitution auf und begleiten sie in dem Prozess.

Während Bordellbesuchen oder auch zur Vorbereitung neuer Besuchsadressen führen wir wöchentlich Gebetsspaziergänge durch und bringen die Orte, Frauen, Männer, die Politik usw. im Gebet vor Gott.

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Nachsorge

Wenn Frauen die Prostitution verlassen haben unterstützen und begleiten wir sie auf ihrem Weg (zurück) in ein "normales" Leben. Wir betreuen sie ambulant, helfen mit Papieren, bei der Wohnungssuche, der Reintegration in die Gesellschaft, beim Erlernen bürokratischer Vorgänge, von Selbstwirksamkeit und Alltagskompetenzen. Wir vermitteln zu weiteren Hilfeanbietern, zu Therapeuten und Ämtern und stehen ihnen beratend zur Seite. Dabei arbeiten wir ressourcenorientiert und geben Hilfe zur Selbsthilfe.

Auch bei einer gewünschten Rückführung ins Heimatland unterstützen wir.

Mehr Infos zu unserem Schutzhaus.